Die Bienen haben schon zur Wintersonnenwende am 21. Dezember angefangen, sich auf das Frühjahr vorzubereiten. Sie haben also noch im Dezember den Grundstein für ein rasantes Wachstum im März gelegt. Wie bereits im Februar sollte man den Futtervorrat im Auge behalten und im Notfall noch nach steuern. Bienen orientieren sich an der Phänologie, der schlaue Imker tut das auch! Als wichtige Zeigerpflanze im März gilt die Salweide. Im März sollte man seine Völker einmal hinsichtlich ihrer Stärke beurteilen und ggf. Maßnahmen ergreifen.

Im Februar sollte darauf geachtet werden, dass der Futtervorrat der Bienenvölker nicht vorzeitig zu Ende geht.

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Salweidenblüte

Was tun mit Schwächlingen?

Bienenvölker, die im März sehr schwach erscheinen, müssen nicht aufgegeben werden. Man kann diese sanieren, sodass sie zur Kirschblüte im April starkgenug für die Honigernte sind. Um ein Bienenvolk zu sanieren, wählt man ein sehr starkes Bienenvolk auf zwei Zargen aus, auf dieses man über ein Absperrgitter das schwache Bienenvolk auf einer Zarge aufsetzt, vorausgesetzt im schwachen Volk befindet sich eine Königin. Nun werden die Arbeiterinnen aus dem starken Volk nach oben gehen und diese Königin unterstützen. Auf diese Weise profitiert das schwache Volk von dem Starken. In etwa vier Wochen zur Kirschenblüte trennt man beide Völker wieder. 

Das zu diesem Zeitpunkt stärkere Volk wird verstellt und das Schwächere bleibt an dem Stellplatz stehen, um von den Flugbienen zu profitieren. Der Einzarger wird nun nach unten mit einem zweiten Brutraum erweitert und nach oben mit einem Honigraum. Warum gleichzeitig nach unten und nach oben? Um die Kippkontrolle durchführen zu können, braucht man zwei Bruträume und weil die Bienen den Honig immer überkopf einlagern, wird darüber ein Honigraum benötigt. Der Honigraum wird mit einem Absperrgitter vom Brutraum getrennt. 

Was ist bei den Einzargern zu tun?

Mit dem Einsetzen der Salweidenblüte müssen die einzargig überwinterten Völker erweitert werden. Hier gilt: Es gibt kein zu früh, nur ein zu spät. Den Bienen schadet es nicht, wenn man auch schon vor der Salweidenblüte den zweiten Brutraum gibt. 

Sie werden ihn erst nutzen, wenn sie ihn auch wirklich brauchen. Nur wenn man zu spät kommt, kann es sein, dass die Völker bereits im März in Schwarmstimmung geraten oder im Gitterboden Waben bauen. Wenn einmal Waben im Gitterboden waren, werden die Bienen die gesamte Saison dort wieder Waben errichten, egal wie oft man den Wildbau entfernt. Für die Erweiterung nutzt man eine Zarge, die komplett mit Waben und/oder Mittelwänden bestückt ist. Wenn man keine ausgebauten Waben hat, ist das überhaupt nicht schlimm, die Bienen werden die Mittelwände im Handumdrehen ausbauen.

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Mit der Erweiterung deutlich zuspät!
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Brutwabe im März

Was tun bei den Zweizargern?

Bei zweizargig eingewinterten Bienenvölkern ist nichts zu tun. Diese haben ausreichend Platz und in der Regel genug Futter. Man kann sich also über die rasante Entwicklung freuen, die einen immer wieder aufs Neue beeindruckt.

 

Warum unbedingt zwei Zargen für den Brutraum?

Zwei Zargen als Brutraum zu nutzen hat viele Vorteile, die im weiteren Jahresverlauf einem das Arbeiten sehr erleichtern werden:

  • Schwarmkontrolle anhand der Kippkontrolle (Warum die Kippkontrolle Arbeit & Zeit spart, erfahren Sie in der Rubrik „Imkern mit Verstand„)
  • Keine Gefahr von Brutschäden durch eine Ameisensäurebehandlung
  • Einfache Wabenhygiene
  • Keine Sorge um zu wenig Futter, da immer mindesten 4 kg auf den Randwaben sind
  • Weniger Kontakt zu ggf. aggressiveren Altbienen, da sich diese im unteren Brutraum aufhalten.
  • Kein Wildbau im Gitterboden